
Wow, was war das? Obwohl die letzten Töne des letzten Konzertes vor weniger als 60 Minuten auf dem Herrenacker erklangen, bin ich mir nicht sicher, wo ich den heutigen Abend zuordnen sollen.
Der heutige Abend, der ganz im Zeichen der Schweizer Musikszene stand, lässt sich wohl am besten mit einem Menü vergleichen.
Als Gruss aus der Küche gab es Fiona Daniel, die, wie gestern Lesley Meguid, die Zuschauer auf den Abend einstimmte. Anschliessend servierten die Organisatoren mit Sophie Hunger einen ausgesprochenen schweren Gang. Schwere Musik, die nachdenklich, bis an Rande einer leichten Depression, wirkte. (Was nicht negativ zu verstehen ist.) Nach diesem Konzert verstehe ich den Hype, der in den diversen Medien entstanden ist.
Wenn man danach das Gefühl hatte, keinen Platz für das Dessert (Stephan Eicher) übrig zu haben, wurde man Überrascht. Der Chansonnier wusste es geschickt, die Stunden, mithilfe seiner Gäste, zu füllen. Mit Tinu Heiniger, Heidi Happy & Kutti MC war stets für Abwechslung gesorgt.
Der Abend endete fulminant, als Eicher mit Band, seinen drei Gästen und Sophie Hunger, ‘Like A Rolling Stone’ von Bob Dylan zum besten gaben.
Somit lässt sich Tag zwei des Festivals wieder als voller Erfolg betiteln.

